Kleine Wildschwein-Lexikon

Sie sind zum Fürchten aber so scheu, das eine Begegnung unwahrscheinlich ist. Die gemeine Wildsau, lateinisch Sus scrofa, ist im  18. Jahrhundert in Österreich nach intensiver Bejagung fast ausgestorben. Seit den 50ern des 20 Jahrhundert sind sie aber wieder da und sogar in Wien unterwegs. Ihnen kommt vor allem das Klima entgegen. Es ist wärmer geworden dadurch finden die Tiere mehr Futter und die Aufzucht vereinfacht sich erheblich.

Der Nachwuchs kommt Ende Februar, Anfang März zur Welt. Je nässer und kälter desto weniger Ferkel überleben. Postiv auf die Population wirkt sich der verstärkte Maisanbau aus. So können Brachen, weibliche Tiere, bei guter Versorgung im Jahr ihrer Geburt Nachwuchs haben.
Wildschweine sind Allesfresser – Wurzeln, Würmer, Aas, Engerlinge Mäuse, Schnecken und Pilze. Wenn sie nicht immer alles beim Fressen umgraben würden wären sie fast „praktisch“. Am meisten schätzen sie Kastanien und Eicheln – selten jagen sie Rehkitze.
Das Suhlen in Schlammlacken gehört zum typischen Verhalten von Wildschweinen. Im Sommer dient dies zur Wärmeregulierung.
Die „Rauschzeit“ ist im Dezember die Paarungszeit.
Schwarzwild, Schwarzkittel sind Wildschweine in der Jägersprache.
Männliche Schweine heissen Keiler und können 140/150 Kilo auf die Waage bringen. Weibliche Tiere heißen Brache und haben so 80 bis 90 Kilo.In den ersten Monaten heissen die Jungen Frischlinge danach Überläufer. Die Eckzähne werden Waffen genannt. Wildschweine leben in Mutterfamilien zusammen, Männchen sind Einzelgänger.

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