Muschelherzen schlagen langsam

Ich greife ins Wasser und berühre das Obstakel, das im flachen Wasser ganz nahe beim Ufer meine Aufmerksamkeit erregt hat. Erschrocken klappen zwei Schalen zusammen, kein Stein also, sondern ein Lebewesen, eine Muschel.

Wer eine lebende Muschel in der Hand hält, ihre Schwere spürt, der vermisst vielleicht die Wärme, die wir von unseren warmblütigen Streichelhaustieren kennen. Und doch liegt in der Mitte ein Herz, das Tier kann  Berührung empfinden, atmen, und gehen.

Meine Muschel hat im Sand der Aschach eine Spur hinterlassen. Wie ein kleiner Pflug ist sie mit ihrem einzigen Fuß in gemessenem Tempo dorthin gewackelt, wo die Wellen der Aschach Futter und Sicherheit vor dem tödlichen Trockenfallen verheißen.

Um die Lebensweise dieser Muschel zu verstehen, muss ich das Tier im Wasser in Tätigkeit beobachten. Muscheln liegen nicht auf der Seite, sondern stecken mehr oder weniger tief im Untergrund. Das eine Ende ragt heraus und ich bemerke zwei Öffnungen, die untere ist von Fransen umstanden, dort tritt das Atemwasser in die Muschel ein, mit all den Partikelchen, die dem Tier als Nahrung dienen.

Den Muscheln beim Atmen zusehen kann dich in eine andere Welt entrücken. Spurensuche in der Aschach, wie immer auf unserer nächsten Tour ….

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